Sauberes Wasser verändert alles: Gesundheit, Bildung, Ernährung und Zukunftsperspektiven. In der nordäthiopischen Region Tigray kämpfen noch immer Menschen täglich ums Überleben – ihr Leben ist geprägt von Krieg, Dürre und zerstörter Infrastruktur.
Weiter Weg zum Trinkwasser
Der Zugang zu sauberem Wasser ist vielerorts ein ernsthaftes Problem. Oft sind es die Schulkinder, die Trinkwasser für die Familie heranschaffen müssen, während sich die Eltern um den Lebensunterhalt kümmern. Mädchen wie Rawda (r.) aus Alitena: In aller Herrgottsfrühe macht sie sich morgens vor Schulbeginn auf den Weg zur nächsten Wasserstelle - die liegt einige Kilometer entfernt. Der Weg dorthin dauert eine dreiviertel Stunde. Einfach. Wenn sie Glück hat, ist die Schlange am Brunnen nicht so lang. Meist wartet sie eine halbe Stunde, bevor sie ihren 25-Liter-Kanister füllen kann. Dann schultert sie ihn, um ihn nach Hause zu schleppen. Erst dann macht sie sich für die Schule fertig.
Brunnenbau ermöglicht Entwicklung
Was Rawda besonders zusetzt: Immer sitzt ihr die Zeit im Nacken. Wie lange wird sie am Brunnen warten müssen? Schafft sie es rechtzeitig zur Schule? Kein Wunder, dass Rawda die Schule schwerfällt: Durch die tägliche Anstrengung ist sie müde und unkonzentriert. Zudem leidet sie an Rückenschmerzen. Nach der Schule muss sie erneut losziehen, um Wasser zu holen. Wie Rawda geht es vielen Schulkindern, denn an Zugang zu sauberem Trinkwasser mangelt es in vielen ländlichen Regionen in Äthiopien.
Wieviel einfacher wäre das Leben, wenn es nähere Trinkwasserquellen gäbe! Deshalb haben wir zusammen mit unseren langjährigen Partnerinnen vor Ort ein umfassendes Programm zum Neu- und Wiederaufbau von Brunnen gestartet, um die Wasserversorgung in der Region langfristig zu sichern. Dafür brauchen wir Ihre Hilfe.